Den Saunabesuch richtig genießen

In Zeiten unseres stets hektischer werdenden Alltags werden Schlagworte wie Sauna, Massage oder Wellness immer geschätzter für eine bereitere Masse. Sie bilden zumeist einen beruhigenden und erholsamen Ausgleich. Vor allem das Saunieren findet immer mehr Anklang. ein Saunabereich findet man häufig zusammen mit Schwimmbädern, Fitnesscentern oder kompletten Wellnessanlagen. derzeitig populär ist die eigene Sauna im Keller des eigenen Eigenheims zu installieren. Diese Saunen sind zwar meistens ziemlich klein und spartanisch, dafür aber immerwährend zugänglich. Geliefert werden diese Privatsaunen oftmals als ganze Bausätze zum selber bauen.
Das Wechselspiel von Heiß und Kalt ist nicht zuletzt sehr angenehm, beruhigend, aber auch belebend. Zudem ist es gesund und steigert die Lebensqualität.
Ebenso wie es verschiedene Ausmaße und Arten von Saunen gibt, so gibt es auch unterschiedliche Versionen von Saunaöfen. Es gibt sie u. a. als klassische Holzöfen, Ölöfen, oder Elektroöfen. Klassische Holzöfen werden hierbei nunmehr immer seltener genutzt und finden in heutigen Saunen praktisch keine Verwendung mehr. Grund ist dafür insbesondere, dass es mit Holzöfen überaus aufwendig ist eine gleichbleibende vorher erwählte Temperatur zu halten.In der Regel werden deshalb mittlerweile elektrische Öfen eingebaut, da man bei einem solchen Ofen die Temperatur genau festlegen und gleichbleibend halten kann. Die Sitzbänke in der Sauna sind oft über mehrere Etagen angebracht, Einsteiger verwenden normal die unteren Sitzbänke, da die Hitze bekanntermaßen permanent nach oben steigt und es in Folge dessen oben in der Regel heißer ist als unten. Auf die Weise, dass man kaltes Wasser auf heißen Steinen verkrochen lässt, wird im Übrigen die Luftfeuchtigkeit erhöht.
Die Bezeichnung Sauna kommt aus Finnland und bedeutet grob übersetzt ins deutsche Schwitzbad oder Schwitzstube. Angesichts der Namensherkunft tendiert man im allgemeinen dementsprechend oft dazu die Erfindung der Sauna ausschließlich den Finnen zuzuordnen. In diesem Zusammenhang haben die Finnen die Kenntnisse der Sauna selber erst bei ihrer Völkerreise vor etwa 2000 Jahren von Asien nach Europa mitgebracht. Erste glaubhafte Funde wurden schon in der Steinzeit gefunden. Gleichwohl handelte es sich bei den Steinzeitsaunen noch um kleine Erdlöcher die mit heißen Steinen erhitzt wurden, welche dann mit kaltem Wasser übergossen wurden. Späterhin entdeckte vermutlich das Volk der Eskimos die angenehme Wirkung gleichwohl wie die Bewohner Nord- und Südamerikas. In Europa wurde durch die zumeist slawischen Menschen die Saunakultur kultiviert. Seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts startete ebenso hierzulande der bis heute ungebremste Fortschritt der Sauna. Es werden deshalb auch heutzutage noch immer mehr neue Sana-Anlagen, egal ob öffentliche oder private , eröffnet.
Die Russische Sauna
In Russland wird das Dampfbad Banja genannt.Bei einem Banja werden üblicherweise traditionell Holzöfen für den Betrieb genutzt.
Im Gegensatz zu üblichen Dampfbädern betreibt man ein Banja mit Temperatur von ungefähr 80 -100 Grad Celsius. Folglich etwa so heiß wie eine finnische Sauna.
Während des Betriebes werden regelmäßig Aufgüsse mit besonders viel Wasser auf die heißen Steine gegeben, wobei eine beträchtlich hohe Luftfeuchtigkeit erreicht wird und hierdurch die Hitze noch effektiver wirken kann.Eine Banja ist genauso wie eine übliche Sauna auch häufig aus Holz gebaut.
Hingegen aber bisweilen nur mit einer Etage an Bänken im Inneren ausgestattet. Eine Ideale Banja besteht aus drei Kammern. Einem Dampfraum, einem Waschraum und einem Raum zur Erholung.
Ebenso wie in der japanischen Sauna, sollte man sich auch hierbei zu Beginn waschen. In der echten russischen Banja steht das kalte Wasser in Kübeln parat und kann nach Bedürfnis mit warmen Wasser angewärmt werden.Üblicherweise wird danach der Körper mittels Birkenzweigen abgeschlagen. Damit wird die Durchblutung gefördert und es erfrischt außerordentlich. Wobei das Wasser in dem man zuvor die Birkenzweige eingeweicht hatte noch eine nachträgliche Anwendung erfährt, denn es wird darauffolgend auch als Aufguss verwendet. Als Folge riecht es schön nach Birke in dem Raum.In einer russischen Banja wird strikt nach Geschlechtern abgetrennt. Größere Banjas verfügen über in aller Regel gesonderte Räume für männliche und weibliche Gäste, oder es gibt zumindest verschiedene Besuchszeiten für für männliche und weibliche Gäste. Der Dritte Raum in einer russischen Banja bildet der Erholungsraum. Zuweilen fällt der Erholungsraum auch mit dem Waschraum zusammen. Normale Ausstattung ist bei diesem Raum in der Regel ein schlichter Tisch mit Stühlen. Hier können sich die Nutzer hinsetzen und üblicherweise ein Bier oder Tee trinken bevor der nächste Saunagang ansteht.
Finnische Rauchsauna
Bei den Finnnen gehört der Saunagang schlicht zur Kultur. Als traditionellste Sauna gilt die Rauchsauna, im finnischen die Savusauna. Bei dieser Sauna wird eine Halde voller Steine zusammen mit Holz erhitzt. Folglich entsteht schon der Rauch, welcher sich im gesamten Raum der Sauna verbreitet.
Nach ungefähr 4-8 Stunden Aufheizzeit wird der Qualm folgend zumeist durch Belüftungsklappen entweichen lassen und die Sauna wird kräftig gelüftet. Erst dann ist die Savusauna parat für die Nutzung. Man hat förmlich den Eindruck als hätte es in der finnischen Sauna gebrannt. Um sich vor den Ruß zu schützen stehen besondere hölzerne Unterlagen zur Verfügung, welche in der Savusauna zum sitzen benutzt werden um sich vor dem Schmutz zu schützen. Zuallererst wird ein Aufguss ohne Saunagäste im Raum gemacht. So kann auch der restliche Qualm entweichen. Die Vorbereitungen auf einen klassischen finnischen Saunagang brauchen oft den gesamten Tag, so dass in Finnland die Sauna in der Regel erst in den Abendstunden benutzt wird. In Finnland werden keine Pausen zwingend vorgeschrieben und auch nicht wie lange der Saunagang andauert. Eine finnische Rauchsauna ist im Großen und Ganzen ein wahres Erlebnis und vermittelt ein unverwechselbares Gefühl des Saunierens.
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